Sony Vegas Pro - 4
Geschrieben von: hs
| Beitragsseiten |
|---|
| Sony Vegas Pro |
| Die Technik |
| Audio |
| Video |
| Alle Seiten |
Video
Etwas anders sieht es da im Videobereich aus: Im Gegensatz zu anderen Programmen wie Adobe Premiere oder AfterEffects, die eine eigene proprietäre Schnittsttelle mitbringen, setzt Sony Creative Software auch hier auf DirectX. Das schränkt ironischerweise die Auswahl ein. Ein bekanntes Paket ist SpiceRacks von Pixelan oder Red von BorisFX. Eine Alternative kommt per PlugInPack ins Haus: Unter www.debugmode.com hat der Inder Satish Kumar in dem Programmpaket PlugInPack, das einige fehlende 3D-Effekte nachrüstet, auch einen Adapter für VirtualDub-Filter integriert. Darüber lassen sich z.B. die Rauschunterdrücker und Deinterlacer der VirtualDub-Freeware in Vegas Pro einbinden. Wer selber Effekte entwickeln möchte, findet bei Sony Creative Software ein recht gut dokumentiertes SDK (SoftwareDeveloperKit). Die Qualität der Effekte ist durchgängig sehr gut. Sie rechnen mit so genannten SubPixel-Rendering, noch immer keine Selbstverständlichkeit in Videoschnittprogrammen. Dabei wird nicht mit der vorgegebenen Auflösung der Quellmedien, sondern mit einer höheren Auflösung gerechnet, um Bewegungen angenehmer und Kanten artefaktfreier zu erhalten. Durch die interne hohe Auflösung und optimierte Leistungskonzepte ohne besondere Hardwareabhängigkeit ist Sony Vegas Pro perfekt für HD-Produktionen gerüstet: von HDV, über AVCHD, XDCAM HD (422) bis hin zu Formaten mit 2K-Auflösung, ob 25i/25p oder 50p - kein Problem für Vegas Pro.
Sony Creative Software stellt innerhalb von Vegas einen eigenen DV-Codec zur Verfügung. Alternativ ist auch die Verwendung des Microsoft-Codecs oder anderer Codecs möglich, es zählt immer der zuletzt installierte. Die entstehenden DV-Files lassen sich auch trotz der Verwendung des Sony Creative Software-Codecs überall weiter verwenden und wiedergeben. Möglich macht das die Codierung DVSC im FourCC des Datei-Headers. Der große Vorteil des Sony Creative Software-Codecs ist sein voller Wertebereich (Range). Während viele DV-Codecs bei der Umrechnung von Videodaten in RGB-Daten den Head- und Footroom des Videosignals wegfallen lassen, stellt er alle Werte von 0-255 zur Verfügung. Gerade bei DV-Material ergibt sich dadurch die Möglichkeit, etwas zu helle Bilder ohne Zeichnungsverlust korrigieren zu können. Bei Verwendung des Microsoft-Codecs fällt dieser Vorteil weg, dafür rendert er auf einigen Systemen schneller. Zudem integriert Sony Creative Software in Vegas Pro ein eigenes unkomprimiertes 4:2:2 Format für SD- und HD-Produktionen und einen eigenen qualitativ hochwertigen AVC-Codec, der besonders für eigene Blu-Ray-Produktionen geeignet ist. Ein von MainConcept lizensierter AVC-, MPEG-1 und MPEG-2-Codec, RealVideo, WMV, diverse AVI- und Quicktime-Codecs runden die Palette der Videoexportformate ab. Bei den Audio-Exportformaten finden sich aiff, wave und ac3 (DolbyDigital), RealAudio, WindowsMedia 7 und 9, ogg, mp3, flac und andere.
Produktionen für den Sendebetrieb lassen sich mit Hilfe des Broadcast-Limiter auf sendefähige Schwarz-, Weiß-, und Farbwerte begrenzen, dabei ist sogar eine Art nachträgliches Knee möglich. Zur Kontrolle gibt es die so gennanten Scopes, ein Waveformmonitor, ein Vectorscope und ein RGB-Histogramm. Alle arbeiten auch im Play-Betrieb in Echtzeit, was zusammen mit dem Fullrange-Peakmeter für den Ton eine technische Kontrolle aufhohem Niveau erlaubt.
Autor: Holger Scheel
Testen Sie eine kostenfreie Demo-Version von Sony Vegas Pro oder erwerben Sie eine günstige Download- oder Paketversion des Programmes.


